Vulkanlandhotel **** Legenstein
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Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir aufhören, Menschen in Kategorien einzuordnen und beginnen uns selbst und allen anderen zu erlauben, einfach wir selbst zu sein.
Habt ihr euch schon einmal überlegt, wie viel Mut es kosten kann, einfach nur ein Hotelzimmer zu buchen oder an einer Rezeption einzuchecken?
Für die meisten von uns ist das reine Routine. Doch für Menschen, deren Geschlecht oder Identität nicht in die klassischen Schubladen von „Mann“ oder „Frau“ passt, schwingt beim Reisen oft eine leise Anspannung mit: Muss ich meine Identität erklären? Werde ich hier akzeptiert? Welches WC darf ich benutzen?
Wann wurdest du dir das erste Mal über dein Geschlecht bewusst? Die meisten von uns können sich an diesen Moment wahrscheinlich nicht mehr erinnern. Für viele vergeht er beinahe unbemerkt oder ist vielleicht sogar mit einem ersten Gefühl von Selbstverständlichkeit und Selbstwirksamkeit verbunden. Für andere bedeutet er jedoch bereits die erste schmerzhafte Diskrepanz zwischen dem eigenen Sein und der Welt da draußen.
Auch wenn Gleichberechtigung im Jahr 2026 längst in aller Munde ist und wir als Gesellschaft vielerorts offener geworden sind, wird sie noch nicht von allen Menschen gleichermaßen erlebt. Für manche beginnt die Ausgrenzung bereits bei scheinbar alltäglichen Situationen: etwa bei der Wahl zwischen „Damen“ und „Herren“ auf öffentlichen Toiletten. Sie zeigt sich in Formularen, die nur zwei Geschlechter kennen, in stereotypen Erwartungen an Kleidung, Verhalten oder Interessen, in Kommentaren wie „Das ist nichts für Mädchen“ oder „Ein Mann muss stark sein“.
Was für viele unsichtbar bleibt, kann für andere zu einer ständigen Erinnerung daran werden, nicht ganz in das Bild zu passen, das die Gesellschaft vorgibt.
Demgegenüber steht ein zutiefst menschliches Bedürfnis nach Sicherheit. Menschen und Situationen einordnen zu können, gibt uns Orientierung und Kontrolle. Daher ist es nachvollziehbar, dass wir unsere Welt in Richtig und Falsch, Schwarz und Weiß, Mann und Frau geteilt haben.
Doch was passiert, wenn wir einer Person begegnen, die sich nicht eindeutig in eine dieser Kategorien einordnen lässt? Wir fühlen uns verunsichert, verspüren Angst, vielleicht sogar Ablehnung. Das passiert nicht unbedingt bewusst, sondern weil ein Weltbild in uns ins Wanken gerät, das bisher selbstverständlich war.
Natürlich kann man seine Vorurteile nicht einfach abschalten. Aber wir können beginnen, sie bewusst wahrzunehmen und zu überprüfen. Wir können uns fragen, woher bestimmte Denkmuster kommen. Oft sind sie tief in unserer Erziehung, unserer Kultur oder unseren eigenen Erfahrungen verankert.
Dazu gehört für uns auch, einen sicheren, respektvollen und offenen Ort für alle Menschen zu schaffen. Unabhängig von Geschlecht oder Identität. Travel Proud steht genau für diesen Gedanken.
Natürlich passieren auch uns Fehler. In der Vielfalt von Geschlechtern und Identitäten kann man manchmal unsicher werden, Begriffe verwechseln oder unbewusst verletzend handeln. Entscheidend ist für uns jedoch die Bereitschaft zuzuhören, dazuzulernen und Menschen mit Offenheit und Respekt zu begegnen.
Denn jede Begegnung ist eine Chance: Eine Chance für Menschen, sich gesehen und angenommen zu fühlen, und eine Chance für uns selbst, unsere Unsicherheiten abzulegen und den eigenen Horizont zu erweitern.
Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir aufhören, Menschen in Kategorien einzuordnen und beginnen uns selbst und allen anderen zu erlauben, einfach wir selbst zu sein. Lasst uns gemeinsam Räume schaffen – im Urlaub wie im Alltag –, in denen die Vielfalt des Lebens Platz hat. Räume, in denen jeder Mensch die Gewissheit hat: Du bist gut, genauso wie du bist. Und du bist bei uns von Herzen willkommen.
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